Das gesamte Gebäudeensemble bleibt erhalten

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Konzept für einen Umbau

[ergänzt am 13.12.2014 um die Worte im Brunnen und Bilder]

Bei der öffentlichen Informationsveranstaltung in der Aula des Deutsch-Französischen Gymnasiums am Dienstag, 25.11.2014 wurde von den beteiligten Parteien – dem Bauamt der Statd Freiburg, dem Bauträger Stuckert, Wohnungsbau AG, dem Erzbischöflichen Ordinariat und dem Stiftungsrat der Pfarrgemeinde Maria Hilf, das aktuelle Konzept vorgetragen.

Danach soll das Gebäudeensemble erhalten bleiben, es wird jedoch teilweise umgewidmet und es wird äußerliche Veränderungen geben. Somit wird das gesamte Gebäudeensemble mehrere Eigentümer haben:

  • die Pfarrgemeinde als Besitzer des nördlichen Teils des Geländes, mit Pfarrhauses Kirche, neuem Kindergarten und einem zu errichtenden Gemeindezentrums
  • Eigentümergemeinschaften der bewohnten Häuser bestehend aus den zwei ehemaligen Gesindehäuser, dem umgebauten Maria-Hilf-Saal und einem neuen Wohnhaus.

Es soll ein neues Wohnhaus auf dem Gelände gebaut werden und im Wäldle ein neues Gemeindezentrum errichtet werden. Die Wohnungen werden als Eigentumswohnungen verkauft werden.

Maria-Hilf-Saal

Der Maria-Hilf-Saal wird in seiner Bausubstanz erhalten bleiben. Äußerlich und innerlich wird es Änderungen geben: Das Konzept plant einen Umbau, so dass im Innreren etwa 25 Wohnungen enstehen. Von Außen werden die Fenster verändert und auch Eingänge werde in die Fassade gebaut. Zur Zasiusstrasse wird es Nebengebäude geben, die als Kellerersatz und als Fahrradstellplätze dienen werden. Details sind noch nicht festgelegt, es wurde von den Bürger angeregt und angemahnt, die Nebengebäude nicht als Gefägnismauer zur Zasiusstrasse hin wirken zu lassen. Zwischen Zasiusstrasse und Maria-Hilf-Saal soll der Teil einer Tiefgarage entstehen, der zweite Teil wird rechts des Maria-Hilf-Saals (von der Zasiusstrasse aus gesehen) gebaut. Die Einfahrt wird rechts des Maria-Hilf-Saals, von der Zasiusstrasse her sein.

Die Bürgerschaft hofft, dass für die notwendigen Nebengebäude, eine bessere Lösung gefunden wird, als in dem – in diesem Punkt noch nicht in Stein gehauenen Konzept – vorgestellt wurde.

Gesindehäuser

Die beiden Gesindehäuser sollen für Wohnungen umgebaut werden. (Von Süden aus gesehen:) Das rechte Gebäude soll 2 Maisonet-Wohnungen beherbergen, das linke Gebäude soll 4 Wohnungen (als 1 Zimmer-Appartments) enthalten.

Pfarrhaus

Das Pfarrhaus wird renoviert und soll für einen Zeitraum von ca. 1 bis 1,5 Jahren an Flüchtlingsfamilien vermietet werden. Die oberen Geschosse sollen an sozial/karitativ werden Organisationen vermietet werden.

Neues Gemeindezentrum

Im Wäldle mit Flucht zur Mauer an der Schützenalle soll gegenüber der Kirche ein neues Gemeindezentrum gebaut werden. Dies soll, laut Herrn Bauhofer, Architekt im Erzbischöflichen Ordinariat, im Saal ca. 135 Plätze bieten (pro Platz  1 qm). Es soll wietere Räume im Gebäude geben. Die Absicht, das Gebäude zu errichten, wurde ebenfalls von Herrn Baumgartner, Leiter der Abteilung „Bau, Immobilien, Diözesane Stiftungen“ im Erzbischöflichen Ordinariat, bekräftigt. Zum Vergleich: Der Maria-Hilf-Saal hat im großen Saal eine Fläche von 200 qm.

Denkmalgeschützte Mauer zwischen Pfarrhaus und Kirche und neu zu errichtendem Gemeindezentrum

Die Mauer zwischen dem Pfarrhaus und der Kirch bis zur Schützenalle und entlang des Schützenall ist denkmal geschützt. Diese Mauer hat einen Durchgang. Zwischen Durchgang und Kirche ist von der Seite der Schützenalle eine eingefasste Quelle mit einer Inschrift, die an die Bombennacht vom 27.November 1944  erinnert:

Ich bin des nahen Waldes reine Quelle,
Von Meisterhand vor langer Zeit gefasst,
Ich war den Bürgern treuer Lebensspender
Selbst in den Trümmern dunkler Schicksalnacht.

Brunnen02

Diese Mauer wurde am 24.11.2014 zu einem Teil zwischen dem Wälde und dem Durchgang abgerissen, um eine Feuerwehrzufahrt von der Schützenalle/Kirchvorplatz zum Pfarrhaus zu ermöglichen und um die Bauarbeiten am neuen Gemeindezentrum zu ermöglichen. Aus dem Konzept ging nicht genau hervor, ob die gesamte Mauer -samt eingefasster Quelle – abgerissen werden soll, oder nur zwischen dem Wädle und der Kirche.

maria_hilf_mauer01

Wohnhaus

Zwischen dem Kindergarten und dem Maria-Hilf-Saal, hinter dem Haus Zasiusstr. 117, soll ein 4-geschossiges Wohnhaus mit einem zurückgesetzten weiteren Stock mit Flachdach errichtet werden. Dieses Haus soll noch niedriger erbaut werden als die Firsthöhe des Hauses Zasiusstr. 117.  Es soll 9 Wohnungen umfassen.

Ablauf

Herr Jerusalem, Leiter des Baumates der Stadt Freiburg, erläuterte das nun anstehende Verfahren. Danach wird der Beschluss des Gemeinderates für einen Bebauungsplan solange bestehen bleiben, bis ein Bauantrag für das gesamte Bauvorhaben gestellt wird und dieser dem Konzept entspricht. Ob ein Bauantrag für die gesamte Bebauung gestellt werden wird, oder in zwei verschieden Bauanträge (neues Gemeindezentrum und übriges Areal) wurde nicht klar. Erst wenn dieser Bauantrag für das Bauamt und die Denkmalschutzbehörden zufriedenstellend ist, wird dem Gemeinderat vorgeschlagen, dsrüber abzustimmen, den Beschluss für den Bebauungsplan aufzuheben.

Spontane Gedanken

Es gab Beifall und Zustimmung für das Konzept mit Kritik und Änderungswünschen zu einigen wichtigen Punkten.

An dieser Stelle sollen zwei spontane Gedanken angeführt werde, die nach der Informationsveranstaltung hoch kamen:

Erleichterung

Erleichterung, dass das Gebäudeensemble erhalten bleibt und kein Teil davon abgerissen wird. – Das war das Ziel der Bürgerinititiative.

Freude darüber, dass die Pfarrgemeinde mit dem Stiftungsrat, ebenso wie die Stuckert Wohnungsbau AG und das Bauamt mit Herrn Jerusalem (ebenso die Obere und die Untere Dnekmalbehörden) zu diesem Konzept gekommen sind. – Das ist die materielle Seite.

Bedauern

Bedauern darüber, dass wieder in der Stadt nur teure Eigentumswohnungen entstehen werden, die nur für Wenige, Gutbetuchte erreichbar sind. Und eine gewisse Beklemmung tritt auf, weil die Kirche (auch die Pfarrgemeinde ist eine Teil der Kirche, nicht nur die Bischöfe mit dem Bischöflichen Stuhl), ja, sich dem Mamon zugewendet hat? Das ist die geistige, nicht-materielle Seite.

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Ein Gedanke zu „Das gesamte Gebäudeensemble bleibt erhalten

  1. ich stimme dem zu was unter –BEDAUERN–u. ERLEICHTERUNG –ausgeführt wurde.
    wie jedoch der „maria-hilf-saal „nach den vorgesehenen umbauten aussehen soll, ohne gefühle zu verletzen,ist mir unklar .

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